visionssuche.jetzt – Joe Knauer

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Sinn-Suche in der Wildnis – oder – Das Gebrüll der Sonne!

Der Älteste schaute über das Land:

“Weisst du, ich komme aus einem Land in dem die Menschen morgens als erstes die Sonne aufgehen sehen! Wenn die Sonne aufgeht, dann kommt sie mit Gebrüll und wenn du da draussen stehst, und den Sonnenaufgang beobachtest, dann fühlst du dich inmitten dieser unermesslichen Schöpfung ganz klein!”

Nach einer kurzen Stille sprach er weiter:

“Bei der Zeremonie des Sonnenaufganges singen wir mit ganzer Kraft einen Gesang aus der Tiefe unserer Lungen!

Damit der Schöpfer dich hören kann, musst du lauter singen als das Gebrüll der aufgehenden Sonne!”

Dann wandte er sich der aufgehenden Sonne zu und begann mit voller Wucht zu singen…

Die Zeremonie des Sonnenaufgangs erinnert uns daran, uns in unserer Schönheit wahrzunehmen!

[Angaangaq der Schamane aus Grönland]

Sunrise Sonnenaufgang

Hallo !!!

wann hast du das letzte mal einen Sonnenaufgang beobachtet?

& hast du den Sonnenaufgang gefeiert, dem Gebrüll der Sonne mit deinem Gesang geantwortet?

Obwohl ich sie schon vor einigen Jahren aufgenommen habe, verblasst die Erinnerung an die beiden Bilder nicht! Alleine war ich im dunklen aufgebrochen, mein Ziel war einer der höheren Gipfel, der Zillertaler Alpen. Es war vollkommen still, und in diese Stille hinein begann sich der Himmel zu färben. Ich blieb stehen, immer bunter färbte sich der Himmel über dem östlichen Horizont, bis die Sonne endlich mit einem Brüllen hinter den Bergen hervorbrach! Der neue Tag war geboren und meinem Herzen blieb nichts anders als staunen. Ganz klein wurde ich ob der unermesslichen Schöpfung, und dann begann auch ich zu singen. Ich sang der Sonne all das entgegen wofür ich dankbar war, alles was mein Herz berührte, und all das, wofür es sich lohnt die Stimme zu heben.

Nichts ist selbstverständlich und so lehren uns die Zeremonien der Grönländer, so wie sie dem Sonnenaufgang mit einem Gebet zu danken, ein jedes Ereignis mit einem Fest zu feiern!

Was bei mir so los ist…

Vor allem jetzt im Winter wird mir das Leben manchmal zu schnell, im Tullnerfeld ist es noch dazu seit Wochen grau in grau. Dann zieh ich mich gerne, und jeden Winter ein bisschen weiter, zurück in meine 4 Wände. Es ist eine an die Qualitäten der Jahreszeit angepasste Zeremonie, nach der ich mich schon lange gesehnt, die ich mir aber früher nicht zugestanden hatte.

In meinem neuen Zuhause ist aber ein Wasserrohr geplatzt – wir mussten ein gesamtes Stockwerk ausräumen, Boden raus, Decke raus, die Nasse Dämmung entsorgen, das Haus ist unbewohnbar und so bin ich mit meiner Freundin und ihrem Sohn am 6. Jänner wieder zurück in mein altes Zuhause gezogen, oh wie gut, dass da noch Platz für uns war.

Eigentlich wäre das alles dazu angetan die Ruhe zu verlieren, aber mein sein schwingt langsam, es verweigert den Stress, in mir drinnen ist es Still, da liegt ein weiter ruhiger See!

invite the Ceremony

Durch das Leben mit den Zeremonien, die Anbindung an die Weisheit des Medizinrades fühle ich mich dem “Auf und Ab des Lebens” verbunden. Das verdanke ich den Kulturen die im Kreis leben. Sie helfen mir die Vorzüge meines westlichen Lebens, nicht als gegeben, als selbstverständlich zu erkennen, Wandel und Veränderung gehören dazu, sie sind allgegenwärtiger Teil des Lebens. Das erinnert mich daran, dass ich gesund bin, dass es meinen Lieben gut geht, dass wir trotz der widrigen Umstände, ein gesegnetes Leben führen dürfen und auch daran, dass sich das, wie uns die Nachrichten täglich aus anderen Weltgegenden berichten, jederzeit ändern kann.

Ab und an sitze ich an meinem Inneren See, lasse einen der vielen wunderbaren Sonnenaufgänge aus meinem Leben auftauchen und erinnere mich daran, dass es darum geht, uns und das Leben in Schönheit wahrzunehmen. Manchmal nehme ich dann meine beiden Qilauts, die grönländischen Windtrommeln hervor, verneige mich vor dem Sonnenaufgang, meinem Leben & dem was gerade ist!

become the Ceremony

Unsere Lebensweise ist die unbrauchbarste, unsinnigste Art zu leben!

schreibt Jiddu Krishnamurti& meint damit, dass wir uns zu sehr um die oberflächlichen Dinge sorgen statt unseren Geist auf das Wesentliche zu lenken, ihn zum Erblühen von Schönheit & Güte zu nutzen.

Unser Dasein wird immer schneller. Wir sind abgelenkt durch die Pflichten des Überlebens, durch permanente Verfügbarkeit von allem, (inklusive uns selbst) durch ein fiktives Dasein in einer medialen Scheinwelt gepaart mit einem unstillbaren Hunger nach Mehr (egal ob Besitz oder Erlebnis)! Konsum und Marketing sorgt dafür, dass wir nicht zur Ruhe kommen. Sozialer Stress, Reizüberflutung, unerbittlich, ständig und ohne jede Pause. Alles das zusammen laugt uns aus, unser Body Mind System kann sich selbst nicht mehr regulieren, wir vergessen, dass gerade Winter ist & spüren können wir es auch nicht mehr.

Ich brauche die Dunkelheit, den Rückzug in die Stille, die Einsamkeit hoher Berge, freue mich auf das alleine sein mit mir oder auf das ruhige dahin arbeiten meiner Hände in der Werkstatt, ich geniesse den Wechsel dieser Dinge im Rhythmus der Jahreszeiten.

Was mir gut tut

weiss ich, weil ich irgendwann einmal (und seither immer wieder) auf Visionssuche gegangen bin, weil ich dabei den Ersten Schritt auf einen Pfad gesetzt habe, der mich mit Neugierde, Klarheit & Vehemenz durch das Leben führt ohne zu wissen wo es eigentlich hin will mit mir.

Die 3 Tabus – 4 Tage und Nächte mehr oder weniger schutzlos und auf Augenhöhe mit der Wildnis, keine Interaktion mit anderen Menschen & freiwilliges Fasten, haben mir eine Türe hin zur Essenz meines Lebens geöffnet, einer spur der ich neugierig folge.

Die “Nicht Verfügbarkeit” vom alltäglichen bis hin zu mir lieben Menschen erlebe ich nicht als Mangel, im Gegensatz, es tut mir gut, es lehrt mich bescheiden und dankbar zu bleiben, für das, was ist, nichts für selbstverständlich zu halten und die Freude an den kleinen Dingen zu feiern. Nicht der Überfluss, sondern die Fülle im Verzicht ist es, die mich nährt, mein Leben und die Beziehungen darin frisch halten!

to be & live the Ceremony, every single day!

Vortrag – Infoabend: Visionssuche | Ballcourt | Nächte unter Sternen…

Räuchern, Ankommen, Eintauchen in die Magie des Kreises, die Kraft der Visionssuche spüren, erzählen, austauschen, Fragen stellen, Wünsche, Ängste Bedürfnisse aussprechen, Neugierde befrieden, Filmausschnitte erleben, Gleichgesinnte treffen

all das ist an diesem Abend möglich und noch viel mehr…

Die nächsten Termine – in der Werkstatt am Dorfplatz und online – findest du unter Kostenloser Infoabend, alle weiteren unter Termine.

Also dann, bis bald, ich freu mich auf dich, danke für dein Interesse, dein Vertrauen & deine wunderbaren Geschichten…

ein Anliegen hab´ ich noch, an Dich…

…bitte leite diesen Newsletter so oft & so weit wie möglich weiter…

und bitte like meine FB Seite oder folge mir dort

… Danke, JOE!

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